2. März 2017 by Jan Oliver Pemöller Wildlife 0

Safari Reise in die Masai Mara

Safari Reise in die Masai Mara

Mein Traum war es schon immer Tierexpeditionen zu unternehmen und somit fasste ich im Oktober 2016 den Entschluss, eine professionelle Fotosafari zu buchen. Aus einer Anzeige im Fachmagazin „NaturFoto“ erfuhr ich von der Fotoreisen-Organisatorin Judith Gawehn, die mehrmals jährlich Foto-Reisen in Afrika anbietet. Mein erster Trip sollte nach Kenia in das bekannte Masai Mara Gebiet gehen. Um gut vorbereitet zu sein, habe ich zwei Bücher (Abenteuer Safari-Fotografie + Fotografieren auf Reisen) gelesen und einen Vortrag bei Calumet von Herrn Stephan Tuengler (der ebenso Fotoreisen anbietet) besucht. Um nicht alleine Reisen zu müssen, habe ich meinen älteren Sohn Cedric gefragt, ob er mich begleiten möchte. Er willigte sofort freudig ein und das Männerabenteuer konnte beginnen.

Im Februar 2017 ging es dann endlich los. Mit all unserem Gepäck (4 Kameras + Objektive) ging es über Frankfurt nach Nairobi (Kenia). In der Nacht angekommen, gab es auch schon das erste Highlight auf dem Weg zum Stadthotel Serena. Mitten auf der Autobahn stand plötzlich eine Herde von Zebras. Die Fahrzeuge vor uns warnten mit Warnblinkern und Cedric und ich konnten es kaum glauben diese wilden Tiere so dicht an der Hauptstadt Kenias anzutreffen.

Den folgenden Tag nutzten wir, um uns am Pool des Hotels zu akklimatisieren und kurz auszuruhen, denn am drauffolgenden Tag ging es mit Safari Air weiter in den Busch. Ich kann nur jedem anraten nicht direkt nach dem Linienflug weiter in den Busch zu fliegen. Dort ist das Programm, mit sehr frühem Aufstehen und stundenlangen Pirschfahrten sehr anstrengend und man hat mehr davon, wenn man fit und „Zeitzone gewöhnt“ die Foto Safari beginnt.

Nach der Ankunft in der Masai Mara fuhren wir im Jeep in Richtung Camp, als unser Guide John plötzlich anhielt und uns Gazellen zeigte, die alle in eine Richtung starrten. Ein eindeutiges Zeichen, dass ein Raubtier entdeckt wurde. Normalerweise schauen die Gazellen alle in unterschiedliche Richtungen um Gefahr frühzeitig zu erkennen. Mit einem Fernglas konnte John auch die Löwin entdecken, die sich weit entfernt an die Herde anschlich. Das Gras war noch sehr niedrig und so hatten die Gazellen und wir es leicht die Löwin zu entdecken.

John fuhr mit seinem offenen Land Rover direkt übers Feld zu der Löwin und wir konnten unsere Fotos machen und sie beobachten, wie sie für sich und ihre Jungen Nahrung suchte. Leider oder ein Glück (je nach Sichtweise) gelang es der Raubkatze diesmal nicht Beute zu reißen.

Wir fuhren also weiter zum Camp und bezogen unser Zelt.

Später teilte man uns die Tagesabläufe der nächsten 6 Tage mit. Aufstehen gegen  5:15 Uhr, um dann gegen  5:45 Uhr aufzubrechen. Morgens war es bitter kalt und wir mussten uns sehr warm anziehen, um auf dem offenen Jeep nicht zu frieren. Wir erlebten jeden Tag fantastische Sonnenaufgänge, um danach in den frühen ersten Stunden die Tiere zu beobachten.

Es ist eine ganz besondere Zeit bis ca. 10:00 Uhr und man bekommt in dieser Zeit die besten Fotos bei bestem Licht. Zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr wurde mitten in der Savanne gefrühstückt. Zu dieser Zeit war die Sonne auch bereits so stark, dass man seine Kleidung wieder der Wärme anpassen musste.

Mittags ging es zurück ins Camp zum leckeren frisch gekochten Mittagessen direkt am Fluss Mara mit Flusspferden und Krokodilen. Das war so idyllisch, bei grunzenden Flusspferden und vorbei ziehenden Elefanten zu essen. Nach dem Lunch am Fluss, konnten wir uns zwei Stunden ausruhen. Wir nutzten die Zeit, um uns eine Eimerdusche zu bestellen. Ja – per Eimer wurde das warme Duschwasser über dem Zelt in einen Behälter gefüllt und von innen konnte der Wasserfluss dann gesteuert werden bis das Wasser verbraucht war. Also Wasser an, dann abschalten fürs Einseifen und wieder einschalten fürs Abduschen. Im Notfall stand ein Massai neben dem Zelt und konnte auch nochmal Wasser nachfüllen. Es war halt kein Luxus Camp, sondern ein Camp von Einheimischen geleitet und aufgebaut. Das Ziel waren tolle Fotos zu machen und keine romantische Zeit alla „Jenseits von Afrika“ zu verbringen. Dafür gibt es andere Camps, die ich auch sicherlich nochmal mit meiner Frau besuchen werde.

Am Nachmittag ging es dann raus zur zweiten Pirschfahrt bis Sonnenuntergang. Diese zweite Fahrt war immer deutlich wärmer und konnte daher auch in kurzen Hosen gemacht werden. Die Wärme war sehr angenehm, auch wenn die Tiere nicht mehr ganz so aktiv waren, bzw. es erst wurden, als es zu dämmern begann.

Vor Elefanten und Büffeln muss man sich in Acht nehmen sagen die Massai Guides. Im Grunde genommen seien es friedliche Tiere, welche aber ganz anders werden, wenn sie beispielsweise gerade Junge geboren haben oder sich bedroht fühlen. Wir konnten einmal einen laut brüllenden Elefanten erleben und das hat uns schon ganz schön eingeschüchtert. Der Guide fuhr den Jeep rückwärts in Sicherheit. Das andere Mal war ein Wasserbüffel mit seinem frischen Jungen auf einem Weg den wir nicht verlassen konnten, da rechts und links Wasserlöcher waren. Der Wasserbüffel sah in uns eine Bedrohung und griff das Auto an. Auch hier hatte der Guide aber die Sache unter Kontrolle und die Situation rechtzeitig erkannt. Rückwärts konnten wir flüchten und nahmen einen anderen Weg zu unserem Ziel.

Der Leopard war schwer zu finden! Er ist meistens nachtaktiv und schläft tagsüber in den Bäumen. Man muss sehr lange warten bis er sich in der Abendsonne erhebt und sich interessant fotografieren lässt. Hier haben wir mit vielen anderen Safari Gästen fast 2 Stunden gewartet, um den Leo für 2 Minuten in Aktion zu bewundern und zu fotografieren.

Eines ist klar nach dieser Reise: Es war nicht meine letzte Fototour zu diesen wunderbaren Tieren auf diesem tollen Kontinent mit den gastfreundlichen Massai´s. Vielen Dank an John und sein Team Malaika für dieses unvergessliche Abenteuer!

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